11-12 April 2024
Frist für den Aufruf zum Beitrag: 31 December 2023
Veranstalter:
Lehrstuhl für deutsche Sprache und Lehrstuhl für deutschsprachige Literatur der Universität Opole
in Kooperation mit
dem Institut für Fremdsprachen der Schlesischen Universität Opava und dem Lehrstuhl für Germanistische Sprachwissenschaft der Universität Erfurt
Aufruf zum Beitrag
Die Rolle der deutschen Sprache in interkulturellen Kontexten und mehrsprachigen Regionen Mitteleuropas gehört zu jenen Forschungsfragen, die nicht ohne Grund immer wieder aufs Neue gestellt werden und einer wiederholten wissenschaftlichen Auseinandersetzung bedürfen. Die Krisen, die veränderten (geo)politischen Kontexte, und Rahmen sowie kulturelle Veränderungen haben eine direkte Auswirkung auf die Verortung, die Rolle und die Funktionen, die man der deutschen Sprache in multikulturellen Regionen Mitteleuropas zuschreibt und die sie ausübt. Parallel zu den Veränderungen des politischen, ökonomischen und kulturellen Umfelds der deutschen Sprache, sind auch grundlegende Veränderungen der Germanistiken Mitteleuropas in ihrem Aufgabenbereich und ihrer Profilierung sichtbar.
Gemäß dem Titel der Tagung wollen wir angesichts der zunehmenden Globalisierung der Welt, aber auch im Hinblick darauf, dass scheinbar unwiderlegbare Grenzen und
allgemein verbindliche Normen neuerdings doch überschritten werden, darüber diskutieren, ob die im Thema angesprochene Überschreitung, aber auch Überwindung, Aufhebung oder Verwischung von Grenzen die Notwendigkeit nach sich zieht, neue Forschungsparadigmen zu entwickeln und neue methodische Ansätze anzuwenden, die womöglich auch unvorhersehbare Ergebnisse zu Tage fördern.
Die Plenarvorträge werden folgende international anerkannte Wissenschaftler:innen halten:
1) Prof. Csaba FÖLDES (Universität Erfurt): Mediale Grenzüberschreitungen: Der Ukraine-Krieg in deutschsprachigen Zeitungen aus Russland
2) Prof. Grażyna Barbara SZEWCZYK (Universität Warschau): Grenzüberschreitungen in der Sprache und Kultur. Über die poetischen Übersetzungen von Karl Dedecius und Andrzej Lam
3) Prof. Anna ZIELIŃSKA (Institut für Slawistik der Polnischen Akademie der Wissenschaften): Konzeptualisierung der Zweisprachigkeit in den Sprachbiographien deutsch-polnischer Bilingualer
Wir laden Sie herzlich zu einer gemeinsamen wissenschaftlichen Reflexion über den aktuellen Stand sowie Vergangenheit und Zukunft der Germanistik und der deutschen Sprache in Polen und anderen mitteleuropäischen Ländern ein. Willkommen sind Referatsthemen, die den Kontakt des Deutschen mit anderen Sprachen, Literaturen und Kulturen betreffen. Auf der Grundlage eines interdisziplinaren Erfahrungsaustausches sollen Denkanstöße gegeben, aktuelle Erkenntnisse abgeleitet und neue Wege gezeigt werden. Unsere Einladung richtet sich an Sprach-, Literatur-, Kulturwissenschaftler:innen, Didaktiker:innen, Translatolog:innen, Soziolog:innen und Personen, die sich mit der deutschen Sprache in verschiedenen Dimensionen beschäftigen.
Parallel zu den wissenschaftlichen Sitzungen wird die Konferenz von einem „Runden Tisch“ begleitet, der die Möglichkeit des Austausches zwischen Vertreter:innen der Wissenschaft und Wirtschaft bietet. Es sollen hier die wichtigsten praktischen Aspekte einer Zusammenarbeit zwischen den Germanistiken und den Vertreter:innen der Wirtschaft erörtert werden. Gleichzeitig soll ein „Business-Tag“ stattfinden, der das Zusammentreffen der Vertreter:innen der Geschäftswelt (Experten für Personalmanagement, Übersetzer und Ausbilder) und der Studierenden ermöglicht.
Wir würden uns freuen, wenn Sie sich durch unsere Einladung angesprochen fühlten und unsere Konferenz mit Ihrer Teilnahme bereichern würden. Ihre Anmeldung schicken Sie bitte bis zum 31. Dezember 2023 online unter https://forms.gle/kfxQoE8eyBR29tTv7 bzw. an die E-Mail-Adresse
Für jeden Vortrag sind 20 Minuten Redezeit mit anschließender zehnminütiger Diskussionsrunde vorgesehen.
